Alles Wissenswerte über Brillanten, Gold & Co

Brillanten oder Diamanten?

Wenn Steine ausgegraben bzw. „geschürft“ werden, heißen sie zunächst Diamanten. Erst wenn ein Stein bzw. Diamant rund und mit 57 Facetten (einschließlich Tafel) geschliffen ist, darf er als Brillant bezeichnet werden.

Der Preis richtet sich nach den „vier C’s“:

1. Carat

abgekürzt ct., bezeichnet das Gewicht. 1,0 ct = 1 ganzes Carat und wiegt nur 0,2 Gramm (Brillanten sind zwar hart und werden auch zur Bearbeitung von Metallen verwendet, sind aber extrem leicht) 0,10 ct = ein Zehntel Carat/ 0,01 ct = ein Hundertstel Carat ...und dennoch wertvoll.


2. Clarity =Reinheit

Gehandelt werden 11 verschiedene Reinheitsgrade. Damit Sie sich nicht täuschen lassen, vorab eine kurze Geschichte: Ich bin vor Weihnachten in einem Kaufhaus, vor mir geht ein altes Ehepaar; er deutet nach oben
auf ein Schild, auf dem steht: „1 ganzes Carat mit deutlich sichtbaren Einschlüssen für nur 1000 €“.
„Du“, sagt er zu ihr, „die Einschlüse sind sogar deutlich sichtbar, das ist doch ein Schnäppchen. Ich weiß gar nicht, wieso die Juweliere für einen Brillanten mit einem Carat 10.000 € verlangen.“

Sie wissen natürlich, dass es gerade umgekehrt ist: je weniger Einschlüsse bzw. kleine schwarze Pünktchen ein Brillant hat, desto reiner und wertvoller ist er! Brillanten, bei denen die Einschlüsse mit bloßem Auge sichtbar sind, führen wir nicht.


Für unsere Ringe bieten wir folgenden Qualitäten an:

if = internally flawless: lupenrein
vsi = Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung schwer zu erkennen.
si = Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung zu erkennen.

Weitere Qualitäten bieten wir Ihnen gerne an: ein Anruf oder eine E-Mail genügt.


3. Color = Farbe

Diamanten, die für das ungeübte Auge fast gleich aussehen, können vom Fachmann in verschiedene Farbklassen eingeteilt werden:

1. Hochfeines Weiß+ (River), GIA-Bezeichnung: D
2. Hochfeines Weiß (River), GIA-Bezeichnung: E

3. Feines Weiß+ (Top Wesselton), GIA-Bezeichnung: F
4. Feines Weiß (Top Wesselton), GIA-Bezeichnung: G

5. Weiß (Wesselton), GIA-Bezeichnung: H

6. Leicht getöntes Weiß+ (Top Crystal), GIA-Bezeichnung: I
7. Leicht getöntes Weiß (Top Crystal), GIA-Bezeichnung: J

8. Getöntes Weiß+ (Crystal), GIA-Bezeichnung: K
9. Getöntes Weiß (Crystal), GIA-Bezeichnung: L

10. Getönt 1 (Top Cape), GIA-Bezeichnung: M, N
11. Getönt 2 (Cape), GIA-Bezeichnung: O

Für unseren Schmuck bieten wir folgende bewährte und eindeutige Qualitäten an:
Top wesselton = feines Weiß oder wesselton = weiß. Andere Farbtöne gern auf Anfrage.


 4. Cut = Schliff

Der Schliff ist bei der Umwandlung eines Diamanten zum Brillanten maßgeblich für das Feuer: so kann der eine Brillant fast leblos wirken, während aus dem anderen geradezu „Funken sprühen“. Nachfolgend die Beurteilung der üblichen Schliffarten nach RAL 560 A5E:

1. Sehr gut (very good), hervorragende Brillanz, wenige oder nur geringfügige äußere Merkmale, sehr gute Proportionen
2. Gut (good), gute Brillanz, einige äußere Merkmale, Proportionen mit geringen Abweichungen
3. Mittel (medium), Brillanz gemindert. Mehrere größere äußere Merkmale, Proportionen mit erheblichen Abweichungen
4. Gering (poor), Brillanz erheblich gemindert, große und/oder zahlreiche äußere Merkmale, Proportionen mit sehr deutlichen Abweichungen

Wir führen nur Brillanten mit sehr gutem bzw. gutem Schliff!

Es muss nicht immer der bekannte Brillant-Schliff sein. Wir führen auch Diamanten mit verschiedenen Formen. Hier eine kleine Auswahl:

Herz

Emerald

Baquette

Princess

Navette
Diamant-Sonderformen

Ungeschliffene oder anders als Brillanten geschliffene Diamanten dürfen auch nur als Diamanten bezeichnet werden. Neuerdings zeigen Kundinnen vermehrt Interesse für besondere Schliff-Formen und Farben.

Wenn auch Sie spezielle Wünsche oder Ideen haben, fragen Sie uns bitte vertrauensvoll – wir haben hier in der Goldstadt Pforzheim die Möglichkeit, auch ausgefallene Ideen preisgünstig zu verwirklichen!


Emerald Cut

… ist eine Schliff-Form, die dem Baguette-Schliff ähnlich, aber viel aufwendiger ist und eine faszinierende  Wirkung ausübt. Sehr kostbar!


Navette

… ist eine sich seitlich jeweils verjüngende Schliff-Form, die entfernt an ein Auge erinnert. Als NAVETTE geschliffene Diamanten wirken „Finger-schlank-machend“, egal, ob quer oder hoch gefasst!


Herzform

Um einen Diamanten in Herzform zu schleifen, ist ein wesentlich größerer Stein als Ausgangsbasis notwendig. Somit gibt es viel „Abfall“. Dennoch sollte ein Herz-Diamant schon so groß wie der Abgebildete sein; denn Mini-Herzbrillanten sehen zwar in der Vergrößerung gut aus, sind aber in Wirklichkeit klein und unansehnlich. – Wir beraten Sie gern fachkundig!


Baguette-Schliff

Rechteckig geschliffene Diamanten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Unser Juwelenfasser hat viele – auch ausgefallene – Gestaltungsideen, z. B. das Querstellen des Steines. Allerdings erfordert ein Baguette-Diamant eine Ring-Profilhöhe von 2 – 3 mm, je nach Steingröße.


Princess-Cut

Diamanten mit diesem Schliff lassen sich auch gut mit kleineren Brillanten kombinieren – Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! So können die kleineren Brillanten beispielsweise auch – vom Princess-Cut beginnend – mittig ringsum oder im Zick-Zack über den ganzen Ring gefasst werden – sagen Sie uns Ihre Ideen, wir verwirklichen sie gern!


Princess-Cut

Diese Schliffart wurde in der Goldstadt Pforzheim vor Jahrzehnten – als der Großvater unseres Geschäftsführers noch als Juwelenfasser tätig war – unter der Bezeichnung „Carree“ geführt. Unter dem neuen Namen „Princess-Cut“ ist dieser Diamant – der sich gut mit Linien und geometrischen Formen kombinieren lässt – wieder stärker gefragt.

Brillant-Ringe

Bei Brillanten kommt es nicht nur auf den oder die Brillanten an, sondern auch auf die Ringfassung bzw. das Metall und seine Verarbeitung. Billigringe erkennen Sie leicht daran, dass sie auf der Innenseite wie „ausgehöhlt“ wirken und sehr dünn sind. Deshalb besteht die Gefahr, dass der Stein nicht hält, außerdem kann das Metall leicht zusammengedrückt werden.

Ringe von PM-Design unterscheiden sich hiervon durch eine Stabilität des Metalls, die es Ihnen ermöglicht, Ihren Brillantring lebenslang mit großer Freude zu tragen. Wichtig ist natürlich auch, wie der Stein bzw. die Steine gefasst wurden.

Bei uns werden die Steine nicht „mechanisch“ gefasst oder eingegossen, sondern jeder Stein wird von unserem Juwelenfasser individuell in Handarbeit eingefaßt! Diese solide handwerkliche Arbeit unserer Goldschmiede und Juwelenfasser hat uns die Anerkennung von Hunderten Kunden gebracht – nicht über manipulierte Klicks, sondern in Form von individuellen Dankschreiben

Brillanten und Fassarten

Der Anordnung bzw. dem Fassen von Brillanten sind fast keine Grenzen gesetzt – gern berücksichtigen wir Ihre persönlichen Ideen: Ob Mini-Brillanten von 0,005 ct. oder Solitäre von 1,0 ct. – wir können für Sie jede gewünschte Steingröße und -Qualität einfassen, selbst Eincaräter oder Zweicaräter eingespannt!


Streuung

Ein Brillant – oder mehrere „gestreut“? Nach Ihren Wünschen? Lassen Sie Ihre Fantasie spielen, wir beraten Sie gern fachmännisch (und „fachfraulich“).


Klassische Anordnung

z. B. mehrere Brillanten in einem „Kanal“ eingerieben oder „im Verschnitt“: Unsere qualifizierten Juwelenfasser arbeiten mit dem Stereomikroskop!


Solitär in Spannringen

Als SOLITÄR wird ein einzelner schöner Brillant bezeichnet. In einem Spannring kommt er besonders gut zur Wirkung.

Nachteil: Der Stein ist nur links und rechts eingefasst und somit Materialspannungen ausgesetzt. Deshalb können auch wir keine Garantie gegen Steinverlust übernehmen, aber unsere Scheideanstalt hat spezielle Legierungen für Spannringe entwickelt. Außerdem beschäftigen wir einen Spezialisten für Spannringe als Fasser. Oft wünschen unsere Kunden jedoch einen (von oben nicht sichtbaren) Sicherungssteg unter dem Brillanten.

Wählen Sie selbst:

  • nur eingespannt
  • oder mit zusätzlichem Sicherungssteg.
Legierung – Was bedeutet das?

Eine Legierung ist ein metallischer Werkstoff, der aus mindestens zwei Elementen besteht, z. B. Feingold und Palladium. Legiert (=gemischt) wird, um ein Metall z. B. härter und damit tragfähiger zu machen, oder ihm eine andere Farbe zu geben.

Grudlage für Goldlegierungen ist das Feingold

Feingold wird heute mit 1000 Teilen gleichgesetzt. Um es härter und damit tragfähiger zu machen, oder ihm eine andere Farbe zu geben, werden andere Metalle zugesetzt = dazulegiert (=Legierung, Mischung). Beispiele: 585 Gold = von 1000 Teilen sind 585 Teile Feingold. 750 Gold = von 1000 Teilen sind 750 Teile Feingold. Der Rest besteht aus anderen Metallen: Bei Rot- oder Roségold wird z. B. Kupfer zugefügt, bei Gelbgold Silber und Kupfer.

Die Goldfarben

Gold birgt viel Überraschendes: Es ist, in reiner Form, das einzige Metall gelber Farbe und kommt, als Zusatzstoff E175, sogar im Lebensmittelbereich vor. So wertvoll Gold auch ist – 100 % davon wären für die Schmuckproduktion zu weich; darum verwenden Goldschmiede das Edelmetall nur in Mischungen, sogenannten „Legierungen“. Sie entstehen, wenn unterschiedliche Metalle verschmelzen.

Art und Menge der kombinierten Metalle, aber auch die Temperatur bei Schmelz-prozess und Verarbeitung legen die Eigenschaften der Legierung fest, so u. a. Schmelzpunkt, Härte, Festigkeit und Farbe - als Gelb-, Weiß- und Rotgold. Legiert wird Gold üblicherweise mit Silber, Kupfer oder mit Platinmetallen wie Palladium. Die geläufigsten Gold-Legierungen sind 333-er, 585er- und 750er-Gold. Je höher der Wert, desto höher der Feingehalt. Ein Feingehalt von 1.000/000 bzw. 24 Karat entspricht dabei purem Gold. Analog bedeutet 750/000 Gold, dass von 1.000 Gewichtsanteilen 750 reines Gold sind: In Karat entspricht dies einem Wert von 18.


Gelbgold

besteht aus den angegebenen Teilen Feingold sowie Silber oder Kupfer.


Rot- und Rosegold

besteht aus den angegebenen Teilen Feingold sowie Kupfer. je nach gewünschter Intensität des Rottones wird mehr oder weniger Kupfer hinzugefügt.


Weissgold

Noch im vergangenen Jahrhundert wurde Weißgold durch Beimischen von Nickel hergestellt. Als dann immer mehr Menschen an Allergien zu leiden hatten, stellte sich heraus, dass auch Nickel zu einer Allergie führen kann; Ende des Jahrhunderts hat sich dann das Verbot der Nickel-Beimischung durchgesetzt.

Mangan-Weißgold

Heute wird das (hellgelbe) Feingold mit Mangan gemischt bzw. legiert, damit ein sehr helles Weißgold entsteht. Das als „Weißmacher“ verwendete Mangan hat jedoch einen leichten „Gelbstich“. Deshalb werden Weißgold-Ringe heute in den Ringfabriken meist mit einem hauchdünnen Rhodium-Überzug versehen (Rhodium ist ein Platin-Nebenprodukt und relativ teuer!) Das ist legitim; aber der dünne Rhodium-Überzug trägt sich mit der Zeit ab, so dass der leicht gelbliche Mangan-Farbton zum Vorschein kommen kann. Deshalb bieten wir – die PM-Design Pforzheimer Trauring-Manufaktur – auch an:

Palladium-Weißgold

bzw. Weißgoldringe ohne Mangan und ohne Rhodinierung: bei der Herstellung unseres Weißgoldes fügen wir dem Feingold anstatt dem Rhodium bei: 14 oder 19 % reines Palladium, das wir nicht „auftragen“, sondern mit dem Feingold durchmischen bzw. durchlegieren. Dadurch entsteht dauerhaft ein heller, vornehmer „Platin-Ton“.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, beraten wir Sie gern ausführlich!

Der Goldpreis hat einen neuen Höchststand erreicht. Wegen der laufenden Wirtschafts- und Staatskrisen wollen sich die Menschen weltweit weiterhin durch Goldkäufe vor Geldentwertungen schützen. Die Folge: Gold ist weiterhin stark gefragt, gelegentliche Kursschwankungen können darüber nicht hinwegtäuschen. Deshalb raten wir: Trauringe jetzt kaufen - auch wenn Sie erst später heiraten (Anzahlung genügt): so lange unsere günstig disponierten Edelmetall-Vorräte reichen, können Sie Geld sparen!

Platin

Vorteile von PLATIN-Trauringen

  1. Platin ist das edelste und reinste Metall in der Trauringherstellung – ideal für Hochzeits- und Trauringe aller Art.
  2. Durch seine Reinheit wird es von Menschen mit einer Allergie besonders gut vertragen
  3. Platin ist dichter als Gold; Platin-Trauringe sind somit wesentlich stabiler als Trauringe aus Gold und haben auf Dauer keinen Materialverlust. Brillanten sitzen hervorragend in ihrer Platinfassung!
  4. Platintrauringe sind durch und durch weiß, sie besitzen einen natürlichen, kostbaren mondweisen Schimmer.
  5. Platintrauringe sind absolut korrosionsbeständig und farbecht.
  1. Platin ist seltener bzw. wird seltener gefunden als Gold.
  2. Platin stellt hohe Anforderungen an die Fähigkeiten unserer Goldschmiede, da es schwerer zu bearbeiten ist als Gold.

Dennoch sind Brautpaare immer wieder überrascht davon, wie preiswürdig unsere Eheringe aus Platin sind; zumal bei einem derart stabilen Material auch eine geringere Profilhöhe als bei Gold ausreicht. Unsere qualifizierten Goldschmiede/innen beraten Sie gern!

Palladium

Palladium, Gold oder Platin?

Palladium ist – wie Gold – ein Edelmetall mit zusätzlichen guten Eigenschaften:

  1. Es besitzt einen ähnlichen weißen Farbton wie Platin und verändert seine schöne Farbe nicht! Es wird somit nicht dunkel durch Oxidation, wie z. B. Silber- oder minderwertige Goldlegierungen…
  2. PALLADIUM ist sogar beständiger gegen Abrieb als Weißgold! Brillanten sitzen hervorragend in Ihrer Palladium-Fassung.
  3. Wird für einen zwei- oder mehrfarbigen Ring Palladium mit Gold zusammengelötet oder gesintert, ist die Härte immer noch etwas höher als bei Gold.

Allerdings ist die Verarbeitung schwierig. Die Firma PM-Design Pforzheimer Schmuck- und Trauring-Manufaktur GmbH ist ein Pionier in der Palladiumverarbeitung und hat als eine der ersten Ringfabriken speziell Trauringe/Eheringe, Verlobungsringe, Partnerringe und Antragsringe aus Palladium hergestellt und in Deutschland sowie den europäischen Nachbarländern ausgeliefert. Übrigens: PALLADIUM gehört zu den Edelmetallen der Platin-Gruppe. Es wurde erst um das Jahr 1803 entdeckt, während Platin schon rund 5.000 Jahre bekannt ist. Wegen seiner großen Härte wird es erst seit wenigen Jahren zu Trauringen verarbeitet.

Ring-Profilformen im Querschnitt

Flach

Leicht bombiert

Normal bombiert

Stark bombiert

Kehle (nur außen)

Einige Beispiele

Außen flach, innen leicht bombiert

Außen und innen leicht bombiert

Außen stark bombiert, innen flach

Außen Kehle, innen leicht bombiert